Still OKApp statt Hausnotruf

Hausnotruf ohne Vertrag: die App-Alternative zum Gerät

Ein Hausnotruf ist ein klassisches Notrufsystem für zu Hause: eine stationäre Basisstation und ein Funk-Notrufknopf am Armband oder als Kette, mit dem auf Knopfdruck eine 24/7-Notrufzentrale mit geschultem Personal erreicht wird. Er kostet je nach Anbieter (Johanniter, DRK, Malteser, ASB, Caritas) rund 25–50 € im Monat, dazu meist eine einmalige Anschlussgebühr — bei anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse einen Festbetrag dazu. Eine Smartphone-App wie Still OK ist die Alternative für mobile, smartphone-fähige Menschen, die keinen Vertrag und keine Grundgebühr wollen und auch unterwegs abgesichert sein möchten — kein Gerät, kein Techniker-Termin, kostenlos nutzbar.

Hausnotruf-Gerät und Still OK Seite an Seite

Merkmal Still OK (App) Klassischer Hausnotruf
Gerät / Hardware Kein Gerät — eigenes Smartphone genügt Basisstation + Funk-Notrufknopf nötig
Grundgebühr Keine in der Gratis-Version (Premium 4,99 €/Monat) Rund 25–50 €/Monat
Vertrag Kein Vertrag, monatlich kündbar Vertrag, oft mit Anschlussgebühr
Reichweite unterwegs Überall mit Smartphone-Netz (Garten, Spaziergang, Urlaub) Meist nur in Wohnungsnähe (mobile Geräte separat)
24/7-Notrufzentrale Nein — alarmiert deine eigenen Vertrauenspersonen Ja, geschultes Personal rund um die Uhr
Rettungsdienst Nein — kein 112-Ersatz Zentrale kann Rettungsdienst aufschalten
Wer wird alarmiert? Mehrere selbstgewählte Vertrauenspersonen Zentrale, dann Angehörige / Rettungsdienst
Pflegekassen-Zuschuss Nein Ja, bei Pflegegrad (rund 27 €/Monat, § 40 SGB XI)
Sprachen 45 Sprachen Deutsch
Datenstandort EU-Rechenzentren (Frankfurt), DSGVO, kein Tracking Deutschland, DSGVO

Stand Juni 2026. Preise, Anschlussgebühren und der genaue Pflegekassen-Festbetrag unterscheiden sich je nach Anbieter und Region und ändern sich — die aktuellen Konditionen bitte direkt beim Anbieter und bei der Pflegekasse erfragen.

Wann eine App reicht

Eine Smartphone-App ist die passende Wahl, wenn folgende Punkte auf dich oder deinen Angehörigen zutreffen:

Wann ein klassischer Hausnotruf die bessere Wahl ist

Eine App ist kein Ersatz für jede Situation. Ehrlich gesagt: In diesen Fällen ist der klassische Hausnotruf die bessere — oft die einzig richtige — Lösung:

Worum es wirklich geht

Andrea, 58, sorgt sich um ihre Mutter Helga, 81, die allein in Augsburg wohnt. Helga ist rüstig, geht jeden Vormittag spazieren und nutzt ihr Smartphone selbstverständlich — für Fotos der Enkel und Sprachnachrichten. Ein Hausnotruf-Vertrag mit Gerät und Notrufzentrale fühlt sich für beide noch zu groß an, und der Knopf würde beim Spaziergang ohnehin nicht greifen. Andrea richtet ihrer Mutter Still OK ein: ein Check-in bis 11 Uhr, nach dem Morgenspaziergang. An einem Dienstag stürzt Helga am Wegrand und kann nicht aufstehen. Um 11 Uhr meldet sie sich nicht. Kurz darauf bekommen Andrea und Helgas Nachbarin je eine Nachricht per WhatsApp und E-Mail — mit Helgas letztem Standort. Die Nachbarin ist in zehn Minuten da, bevor aus Stunden ein langer, einsamer Vormittag wird.

Es geht nicht darum, hilflos zu sein. Es geht darum, ein Sicherheitsnetz zu haben — eines, das mitgeht, wo der Knopf an der Wand zu Hause bleibt. Und wenn der Tag kommt, an dem Helga mehr braucht — eine Zentrale, einen Knopf, den Rettungsdienst —, dann ist der klassische Hausnotruf der nächste richtige Schritt.

In 60 Sekunden einrichten

  1. App laden und eine Vertrauensperson als Notfallkontakt hinzufügen — eine Test-Benachrichtigung schicken, damit sie weiß, was sie bedeutet.
  2. Check-in-Intervall und Uhrzeit wählen — zum Beispiel täglich nach dem Morgenspaziergang — und auf Wunsch GPS-Standort aktivieren.
  3. Fertig. Bleibt ein Check-in aus, werden die Kontakte automatisch per WhatsApp, SMS und E-Mail alarmiert — mit dem letzten Standort.

Häufige Fragen

Was kostet ein Hausnotruf?

Ein klassischer Hausnotruf kostet bei Anbietern wie Johanniter, DRK, Malteser, ASB oder Caritas je nach Leistungsumfang rund 25–50 € im Monat, dazu meist eine einmalige Anschlussgebühr. Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Festbetrag (seit April 2026 rund 27 €/Monat, § 40 SGB XI), sodass das Basispaket oft komplett kostenfrei wird. Still OK kostet als App in der Basis-Version nichts und mit Premium 4,99 €/Monat — ohne Gerät und ohne Vertrag.

Gibt es einen Hausnotruf ohne Vertrag?

Ein klassischer Hausnotruf mit Gerät und Notrufzentrale ist fast immer an einen Vertrag gebunden. Wer einen Notruf ohne Vertrag und ohne Grundgebühr sucht, ist mit einer App wie Still OK gut beraten: Die Gratis-Version ist kostenlos, Premium für 4,99 €/Monat ist monatlich kündbar — kein Jahresvertrag, keine Anschlussgebühr, kein Techniker-Termin. Dafür alarmiert Still OK deine eigenen Vertrauenspersonen statt einer professionellen Zentrale.

Kann eine App den Hausnotruf ersetzen?

Für mobile, smartphone-fähige Menschen, die ihr Telefon sicher bedienen, kann eine App den Hausnotruf in vielen Alltagssituationen ersetzen — und ist sogar unterwegs erreichbar, wo der stationäre Knopf nicht hilft. Für sehr alte oder demente Menschen ohne Smartphone, oder wenn eine professionelle 24/7-Zentrale und der Rettungsdienst gebraucht werden, bleibt der klassische Hausnotruf die bessere Wahl. Still OK ist ein Sicherheitsnetz, das Vertrauenspersonen alarmiert — kein Ersatz für den Notruf 112.

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten?

Beim klassischen Hausnotruf ja: Bei anerkanntem Pflegegrad (1–5) zahlt die Pflegekasse einen monatlichen Festbetrag (seit April 2026 rund 27 €, § 40 SGB XI als Pflegehilfsmittel). Den genauen Betrag und die Voraussetzungen erfragst du am besten direkt bei deiner Pflegekasse. Für eine App wie Still OK gibt es diesen Zuschuss nicht — dafür ist die Basis-Version kostenlos und Premium mit 4,99 €/Monat günstiger als die meisten Hausnotruf-Tarife.

Funktioniert der Notruf auch unterwegs?

Bei Still OK ja: Da die App auf dem Smartphone läuft, funktioniert der Check-in überall, wo dein Telefon Empfang hat — beim Spaziergang, im Garten, im Urlaub. Im Alarmfall wird auf Wunsch dein letzter Standort mitgeschickt. Der klassische Hausnotruf-Knopf funktioniert dagegen meist nur in Wohnungsnähe; für unterwegs gibt es separate mobile Notrufgeräte, oft gegen Aufpreis. Genau hier ist die App eine sinnvolle Ergänzung zum stationären Hausnotruf.

Müssen meine Kontakte eine App installieren?

Nein. Deine Notfallkontakte werden per E-Mail, WhatsApp und SMS erreicht, ganz ohne App-Installation — ein normales Telefon genügt. Du selbst brauchst ein Smartphone mit der Still-OK-App, deine Vertrauenspersonen nicht.

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